Swatch-Affäre: Zwei Geschäftsmänner festgenommen

Zwei Geschäftsleute wurden von der indischen Polizei verhaftet. Sie sollen in einen Korruptions-Fall verwickelt sein, wo die Swatch-Tochter für Sportmessungen «Swiss Timing» illegal bevorzugt wurde. von Christian Bütikofer

Die zwei Geschäftsleute A. K. Madan und Purshottam Arya sitzen seit wenigen Tagen in einem Untersuchungsgefängnis von Delhi. Die zwei Angestellten der Firma Gem International werden von der indischen Bundespolizei «Central Bureau of Investigation» CBI beschuldigt, eine zentrale Rolle in einer Korruptions-Affäre zu spielen, in die auch die Swatch-Tochter «Swiss Timing» involviert ist.

Denn einer der Sub-Unternehmer der Swatch-Tochter war die Gem International. Dies schreibt die «Economic Times».

Im Zentrum steht die Vergabe des Zeitmessungssystems für die Commonwealth Games 2010, die in Neu Delhi ausgetragen wurden. Den Zuschlag für die Olympiade der ehemaligen britischen Kolonien erhielt die Swatch-Tochter «Swiss Timing». Der Auftrag ging für umgerechnet 27 Millionen Franken über die Bühne. Dabei soll die Swatch-Tochter für Sportmessungen illegal bevorzugt geworden sein, darüber hinaus sei das Geschäft für einen überrissenen Preis über die Bühne gegangen.

Die CBI-Beamten vermuten, dass die zwei Geschäftsleute viel zu hohe Summen für die von ihnen durchgeführten Arbeiten kassierten.

Die Swatch-Gruppe bestreitet jegliches Fehlverhalten.

© az Aargauer Zeitung, 17.08.2011

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