Neue Korruptions-Vorwürfe an FIFA-Spitzenfunktionäre

Ein Engländer erhebt neue Korruptions-Vorwürfe gegen die FIFA. Für je 1,5 Millionen Dollar sollen zwei Exekutivkomitee-Mitglieder ihre Stimme für die WM 2022 im Wüstenland Katar verkauft haben.

Der englische Unterhausabgeordnete Damian Collins beschuldigte während einer Parlamentsanhörung zwei FIFA-Exekutivkommiteemitglieder schwer. Die zwei sollen für je 1,5 Millionen Dollar ihre Stimme den Bewerbern für Katar verkauft haben. Katar erhielt den Zuschlag für die WM 2022. Die den zwei angeblich bestechlichen FIFA-Spitzen handelt es sich um Issa Hayatou, niemand geringerer als der Präsident des Afrikanischen Fussballverbandes. Der zweite im Bunde sei Jacques Anouma aus der Elfenbeinküste.

Der Politiker stützt sich dabei auf eine bisher unveröffentlichte Rechercher der «Sunday Times». Deren Jouranlisten hatten bereits im Vorfeld der WM-Vergabe im Winter 2010 zwei bestechliche FIFA-Funktionäre entlarvt.

Der katarische Verband weist die Bestechungsvorwürfe zurück. Es handle sich um unbewiesene Anschuldigungen und man habe nichts zu verbergen.

FIFA-Chef Joseph Blatter meinte, zuerst wolle er Beweise sehen. Die erneuten Anschuldigungen könnten Blatters nochmalige Kandidatur fürs höchste Amt der FIFA gefährden. Doch ob die neuste Geschichte seinem Konkurrenten Mohamed Bin Hammam nützt, ist fraglich: Er stammt aus Katar. (cbk)

© az Aargauer Zeitung, 11.05.2011

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