Swatch-Affäre: Sportchef der Commonwealth Games verhaftet

Der Chef der Sportspiele Commonwealth Games wurde von der indischen Polizei verhaftet. Seit Monaten steht er im Zentrum von Korruptions-Ermittlungen. Er und seine Kumpane sollen eine Swatch-Tochter für Sportmessungen illegal bevorzugt haben. von Christian Bütikofer

Der Chef der Sportspiele Commonwealth Games (CWG) Suresh Kalmadi wurde von der indischen Polizei «Central Bureau of Investigation» (CBI) verhaftet. Dies berichtet die Behörde in einer Pressemitteilung. Seit Monaten steht Kalmadi im Zentrum umfangreicher Korruptions-Ermittlungen. Nach seiner Verhaftung wurde der Abgeordnete auch aus dem indischen Kongress ausgeschlossen.

Im Zentrum der Affäre steht die Vergabe des Zeitmessungssystems für die Commonwealth Games 2010, die in Neu Delhi ausgetragen wurden.

Swatch dementiert

Den Zuschlag für die Olympiade der ehemaligen britischen Kolonien erhielt die Swatch-Tochter «Swiss Timing», der Auftrag ging für umgerechnet 27 Millionen Franken über die Bühne, wie CBI in der Pressemitteilung schreibt.

Kalmadi und seine Kumpane sollen die Swatch-Tochter für Sportmessungen illegal bevorzugt haben – der Deal soll für einen völlig überrissenen Preis über die Bühne gegangen sein.

Swatch Group-Mediensprecherin Béatrice Howald bestreitet gegenüber az jegliches Fehlverhalten: «Weder Swatch Group noch Swiss Timing haben bei dem Ausschreibungsverfahren für die Commonwealth Games irgendwelche Unregelmässigkeiten begangen oder geduldet.»

© az Aargauer Zeitung; 26.04.2011

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